Linux als Alternative

In der Regel legt man sich beim Kauf eines neuen PCs fest: Windows oder OS X. Es gibt aber eine dritte Alternative: Linux. 1991 begann der Finne Linus Torvalds damit Software zu schreiben, um seinen Computer besser zu verstehen. Schnell entwickelte sich seine Software, die kompatibel zu Unix-Systemen war, zu einem eigenen Betriebssystemkern. Zunächst nur ein System für Nerds, welches begann, die Serverwelt zu erobern, entwickelte sich das System immer mehr auch zu einer Alternative für Desktops. Heute existieren viele so genannte Distributionen[1] mit vielen verschiedenen Desktopoberflächen. Linux ist heutzutage nicht komplizierter zu installieren als Windows.

Der Vorteil von Linux ist, dass es auf sehr vielen Geräten[2] lauffähig ist und spezielle Distributionen existieren, die auch alte, leistungsschwächere Systeme noch nutzbar machen. Für Anfänger empfehlenswert sind die Distributionen Ubuntu[3] und Mint-Linux[4]. Ubuntu ist vermutlich das System mit der größten Gemeinde. Es ist entsprechend gut gepflegt und bietet tollen Komfort. Die Oberfläche des Betriebssystems nennt sich Unity und ist sehr ähnlich zu bedienen, wie die Windows-Oberfläche. Zusätzlich bietet Ubuntu einen eigenen “App-Store”, welcher das einfache Einbinden zusätzlicher Software ermöglicht. Ubuntu ist somit komplett über den Desktop bedienbar und es ist nicht notwendig, auf der Konsole zu arbeiten.

Auf der Homepage von Ubuntu kann man das System laden und damit ein Bootmedium (USB-Stick) herstellen. Zum Testen kann man Linux auch direkt vom Stick starten, ohne das System zu installieren (so genanntes „Live-System“).

Mint-Linux ist eine weitere Distribution, die sich steigender Beliebtheit erfreut. Die in diese Distribution integrierte Oberfläche nennt sich „Cinnamon“ (oder alternativ mit Mate). Auch hier kann das System von der Projektseite geladen werden. Eine deutsche Anleitung zur Installation ist auch auf der Seite abrufbar. Die Ähnlichkeit der Oberfläche zu einem Windowssystem ist unter Cinnamon noch stärker, als bei Unity.

Beide Distributionen liefern neben dem eigentlichen System und der Oberfläche schon viel Software mit. Weitere Programme können über die Softwaremanager einfach hinzuinstalliert werden.

Fallstricke unter Linux sind exotische Hardware, welche nicht durch Treiber unterstützt wird. Diese Problematik hat sich in den letzten Jahren aber entspannt und viele Hersteller liefern in der Zwischenzeit eigene Treiber für Linux aus.

Wenn man einen älteren Laptop oder ein ungenutztes Desktopsystem rumstehen hat, ist das der ideale Anlass, Linux einfach neben dem aktuellen System auszuprobieren und ein wenig über den Tellerrand zu blicken.

Eine andere Alternative ist, ein Linux in einem virtuellen Computer direkt unter Windows zu installieren. Als Ausgangspunkt wählt man in der Regel VirtualBox von Oracle. Eine Anleitung findet sich z.B. bei Chip.


[1] Vorgefertigte Pakete aus Betriebssystem, Hilfsprogrammen und Anwendungssoftware

[2] Desktops, Server, RaspberryPi, Gaming-Konsolen…

[3] https://www.ubuntu.com/download/desktop

[4] https://linuxmint.com

Beitragsbild: „UBUNTU! Tux floats to work!“ by Daniel Porter is licensed under CC BY 2.0. To view a copy of this license, visit: https://creativecommons.org/licenses/by/2.0

benny

Lehrer für Deutsch, Geographie, NwT. Multimediaberater, Netzwerkberater für PaedML Novell, Nerd. Fotoknipser, Schreiberling, Switch-Zocker.